Aufwärmübungen

Gähnübung

Gähnen ist eine der besten Möglichkeiten, um den Kiefer zu entspannen. Kreisen Sie bei dieser Übung langsam mit einer Schulter und dann mit der anderen. Begleiten Sie dieses Schulterkreisen mit einem ausgiebigen Gähnen. Soweit es geht und ganz entspannt.

Diese Übung hat den zusätzlichen Effekt, dass der Rachen geweitet wird, was wiederum zu einer verstärkten Resonanz und damit zu einem kräftigeren Ton führt.

Tipp:

Ergänzend zum Gähnen können Sie auch entspannt eine Melodie summen.

Kiefer bewegen

Nun bewegen Sie Ihren Kiefer mehrmals langsam auf und ab. Dabei soll die Zunge ruhig auf dem Mundboden liegen bleiben. Anschließend  bewegen Sie den Kiefer mehrfach hin und her.

Auch hier soll die Zunge ganz ruhig im Mund liegen bleiben. Zuletzt bewegen wir den Kiefer, indem wir „Kreise zeichnen”. Bitte Kreisbewegungen mit und gegen den Uhrzeigersinn.

Summen

Summen Sie locker auf m und klopfen Sie dabei sanft Ihren Brustkorb ab. versuchen Sie die Tonhöhe zu variieren und eine Art Schleife zu singen, indem Sie den Ton von oben nach unten und von unten nach oben kreisen lassen. Diese Übung können Sie auch einsetzen, wenn sie das Gefühl haben, Sie müssen sich räuspern. Nach dem Summen löst sich der Schleim besser von den Stimmlippen. Räuspern führt nur sehr kurzfristig zu einer Stimmverbesserung und regt die Schleimproduktion letztendlich noch mehr an.

Sprechwerkzeuge bewegen

Aufwärm- und Lockerungsübungen für die Geschmeidigkeit und Beweglichkeit der Sprechwerkzeuge

Sprechen Sie die nachfolgenden Silbenreihen jeweils 3 Mal, dabei mit jeder Wiederholung immer schneller werdend:

Bibibibi

Bebebebe

Bobobobo

Bubububu

Babababa

Bibebobuba

Mimimimi

Memememe

Momomomo

Mamamama

Mimemomuma

Nininini

Nenenene

Nononono

Nananana

Ninenonuna

Lililili

Lelelele

Lolololo

Lalalala

Lilelolula

Wiwiwiwi

Wewewewe

Wowowowo

Wawawawa

Wiwewowuwa

Lippenflattern

Pressen Sie Ihre Lippen leicht zusammen und atmen Sie ohne Druck und entspannt aus, so dass die Lippen „flattern”, ganz so, als würden Sie ein Pferdeschnauben nachahmen.  Achten  Sie hierbei darauf, dass der Kiefer nicht ganz geschlossen ist. Die Übung gelingt leichter, wenn dabei der Unterkiefer etwas nach vorne geschoben wird.

In der fortgeschrittenen Version dieser Übung können Sie in verschiedenen Tonhöhen die Lippen flattern lassen.

Fisch und Breitmaulfrosch

Stellen Sie sich einmal einen Fisch vor, mit seinem kleinen und geschlossenen Maul und ein Breitmaulfrosch mit seinem breit gezogenen Mund.

Imitieren Sie abwechselnd diese beiden Mundstellungen von diesen beiden Tieren. Also wechseln Sie von der kleinen Mundstellung mit gespitzten Lippen zu einem breit gezogenen Mund.

Bei der Fischschnute sagen Sie nun „ICHE” und beim langgezogenen Mund „ÜSCHE”.   Bitte  mehrfach von zusammengezogen auf breitgezogen wechseln und umgekehrt. Also: ICHE – ÜSCHE; ICHE – ÜSCHE; ICHE – ÜSCHE etc.

Pleuelübung

Die Zungenspitze liegt an den unteren Schneidezähnen an. Strecken Sie nun den Mittelteil Ihrer Zunge heraus, die Zungenspitze verbleibt an den unteren Schneidezähnen. Strecken Sie die Zungenmitte dabei so weit raus, wie es Ihnen möglich ist und lassen Sie die Zunge dann wieder weich in die Ausgangsposition zurückfedern.

Diese Übung mehrfach wiederholen.

Zungenübungen Strecken

Strecken Sie die Zunge mehrfach weit heraus und wieder zurück in die Mundhöhle. Dann versuchen Sie die Zunge soweit als möglich zuerst nach oben Richtung Nase zu strecken und danach soweit als möglich nach unten Richtung Kinn. Diese Übung ebenso mehrfach wiederholen.

Jetzt strecken Sie wieder Ihre Zunge heraus und dehnen diese abwechselnd nach oben und nach unten. Dann „erforschen” Sie mit Ihrer Zungenspitze Ihre Mundhöhle. Fahren Sie z. B. die inneren Zahnreihen entlang oder strecken Sie Ihre Zunge nach hinten Richtung Gaumen oder „schlagen” Sie die Zunge in Ihrer Mundhöhle mehrfach von rechts nach links und von unten nach oben.

Kurz zusammengefasst:

Spielen  Sie einfach mit Ihrer Zunge, strecken und rollen Sie sie in alle möglichen Richtungen innerhalb und außerhalb der Mundhöhle.

Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit, da gab es vielleicht mal die so genannten gegenseitigen „Zungenrausstreckwettbewerbe”. Nehmen Sie einen Partner zur Hilfe oder auch Ihr eigenes Spiegelbild

und versuchen Sie diesen „Wettbewerb” zu gewinnen.

Viel Vergnügen!