Wer kennt das nicht? Wir sagen etwas in der Meinung, es sei völlig klar und plötzlich stecken wir unbeabsichtigt mitten in einer Diskussion. Was ist passiert?

 

Was ist Ihnen entgangen oder welche unbewussten Mächte sind da am Werk?

 

Worte wirken immer

 

Worte können Aussagen verwässern und bis zur Wirkungslosigkeit entstellen. Sie können motivationshemmend wirken oder unsere Mitmenschen inspirieren, denn Worten wohnt Macht oder Ohnmacht inne.

 

Heute erfahren Sie, was es mit „starken“ und „schwachen Worten“ auf sich hat. Warum wir uns damit oft unbewusst und ungewollt und vor allem unnötig direkt in eine Diskussion katapultieren. Und Sie erfahren, wie Sie mit ihren Worten eine gedankliche Hintertüre öffnen.

 

Ob im Reklamationsfall, im Verkaufsgespräch, im Freundes- oder Familienkreis, in allen Fällen, wo Sie sich mehr Klarheit wünschen, das und viel mehr erfahren Sie heute hier. Lassen Sie sich überraschen!

 

Die Macht der Gewohnheit

 

Sprachgewohnheiten heißen so, weil sie überwiegend unbewusst erfolgen. Geht es um Klarheit, wirken Konjunktive und Einschränkungen kontraproduktiv.  Aussagen wie “Es könnte gelingen, aber es ist etwas schwierig!“ oder „Wir machen das normalerweise nicht“ kann uns je nach Situation in die Bredouille bringen.

 

Unsere Sprachgewohnheiten sind uns nicht bewusst und das, weil sie entweder stark tradiert, also kulturell in einer Gegend verwendet werden oder in unserer Familie frühkindlich geprägt wurden, so dass sie uns schlichtweg nicht mehr auffallen. So kann sich so ein blinder Fleck hartnäckig halten und uns viele Kommunikations-Missverständnisse bescheren.

 

 

Der Konjunktiv macht schwach

 

Eine dieser speziellen und viel diskutierten Sprachgewohnheiten ist der Konjunktiv. Dieser ist in Österreich und im süddeutschen Raum viel häufiger in Verwendung als im restlichen deutschen Sprachraum. Betrachtet man die Wirkung von „könnte, wollte, würde, wäre“ so wird eben eine Möglichkeit ausdrückt und damit keine klare Aussage. Dies klingt damit immer ein wenig unterwürfig und höflich, aber eben auch unverbindlich.

 

Betrachten wir die Wirkung des Konjunktivs, dann ist die Sache schon nicht mehr so einfach. Ein „Könnten Sie mich bitte mit Herrn Huber verbinden?“ wirkt eben weniger verbindlich (beinahe schon unsicher) als ein „Können Sie mich bitte mit Herrn Huber verbinden?“ Dieser kleine, feine Unterschied kann am Telefon schon erfolgsentscheidend sein.

 

 

Stimme schlägt Inhalt

 

Wenn Sie jedoch selbst ein klares „Verbinden Sie mich bitte mit Herrn Huber!“ wie eine Frage betonen und am Satzende mit der Stimme hochgehen, vielleicht noch mit einem dünnen, hohen Stimmchen, hierarchisch leicht unterwürfig – dann leidet Ihre Kompetenz und Glaubwürdigkeit – selbst wenn dieser Satz ohne Konjunktiv gesprochen wurde.

 

 

Stimmklang macht verbindlich

 

Sehr viel effektiver ist es, wenn Sie bei den Fragen am Satzende mit der Betonung nach unten gehen. Es bleibt dann zwar immer noch eine Frage, klingt aber wie eine Tatsache und erhöht die Verbindlichkeit in Ihrer Stimme. So werden Sie bei einem „Können Sie mich bitte zu Fr. Mayer durchstellen?“ eher Erfolg haben, wenn Sie am Satzende nach unten betonen.

 

 

Oder lieber doch direkt

 

„Verbinden Sie mich bitte mit Herrn Huber!“ –Das ist dann gar keine Frage mehr, sondern eine Aufforderung. Die Wirkung ist dabei die klarste. Das Problem: eEs klingt sehr schnell nach Aufforderung, schlimmer noch Anweisung und nicht jedes Ohr reagiert darauf positiv. Achten Sie daher bei direkten Aufforderungen ganz besonders auf den Stimmklang. Selbst ein Fünkchen Hierarchie ist hier schon zu hören.

 

 

Mein Tipp!

 

Behalten Sie einen freundlichen, aber bestimmten Ton mit Absenken der Stimme zum Satzende. Dann werden Sie auch meist schnell durchgestellt, egal ob mit oder ohne Konjunktiv.

 

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