Wenn Sie die Übungen aus dem Teil 1 gemacht haben, dann werden Sie bereits einige Unterschiede in Ihrer Stimme und Sprechweise wahrnehmen können. Haben sie Lust auf mehr?

Auf dem Wege Ihre Stimme zu verbessern gibt es hier noch ein paar Tipps, wie Sie schnell und ganz mühelos Ihre Sprechqualität verbessern und Ihre Stimme bewusster einsetzen können. 

 

Schritt 1- Referenzaufnahme   

Nehmen Sie ein Aufnahmegerät zu Hand und sprechen Sie folgende 4 Referenzaufnahmen auf Band: 

 

  1. Begrüßung: Wählen Sie Ihre typische Begrüßungsformel am Telefon (Unternehmensname, eigener Name, Grußformel)
  2. Präsentieren Sie ein Produkt Ihres Unternehmens
  3. Sprechen Sie über Ihr Lieblingshobby oder Ihre Lieblingsspeise (jedenfalls ein Thema, dass Sie begeistert und über das Sie spontan einige Sätze sagen können)
  4. Tun Sie so, als würden Sie Ihre Mobilboxansage neu besprechen

 

 

Schritt 2 – die große Wahrnehmungsübung 

 

Sie haben nun 4 verschiedene Stimmproben von sich aus unterschiedlichen Sprechsituationen im Praxisalltag. Hören Sie sich die Aufnahmen an und vergleichen Sie.

 

Beantworten Sie nun folgende Fragen: 

 

  • Wie gefällt mir meine Stimme? 
  • Wo bin ich mit meiner Sprechweise zufrieden und wo nicht? Warum? 
  • Wie gut verständlich waren die einzelnen Sprechproben? 
  • Wie deutlich war meine Aussprache? 
  • Wie gefällt mir meine Betonung? 
  • Wie laut war meine Atmung hörbar? 
  • War eine Emotion zu hören? Wenn ja, welche? 
  • Was will ich an meiner Stimme oder Sprechweise verändern? Warum? 
  • Was will ich mit dieser Veränderung erreichen? 
  • Welchen Vorteil/Nachteil hatte meine bisherige Sprechweise? 
  • Welches Risiko besteht, wenn ich diese Veränderungen nicht durchführe? 
  • Woran werde ich erkennen, dass ich erfolgreich war? 

 

Wenn Sie Ihrer Stimme eine Eigenschaft zuschreiben würden, welche wäre das (Hans, der Ruhige; Maria, die Laute…)? 

 

Dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse und halten Sie Ihren Ist-Status fest. Dies ist unsere Basis, von der aus wir beginnen zu arbeiten.  

 

Schritt 3 – Der Spiegel 

Nehmen Sie einen Spiegel zu Hand und beobachten Sie sich beim Sprechen. 

Wie ist Ihr Ersteindruck? Möchten Sie sich selbst gerne so begegnen? Wie verändern Sie Ihre Sprechweise mit oder ohne Spiegel? 

 

Nehmen Sie die Referenzaufnahmen erneut auf während Sie dabei in den Spiegel blicken.  

Was verändert sich genau? Inwiefern klingt es anders? Welche minimalen Veränderungen lassen Sie „anders“ klingen?  

 

Schritt 4 – Lächeln Sie! 

Lächeln Sie sich zu und sprechen sie dann erneut. Sie können sich auch zwischendurch mal dämlich angrinsen – sprechen Sie ruhig dazu – man wird es hören. Nun versuchen Sie möglichst positiv zu klingen. Überprüfen sie wiederum mit dem Spiegel, was Sie dazu genau tun müssen. 

 

Schritt 5 – Wenden Sie Ihr Wissen an

Wenden Sie dieses neue Wissen gleich am Telefon an. Ob im Gespräch mit Freunden oder Familie oder auch gleich am Kunden direkt. Freuen sie sich darüber, dass Sie nun ganz bewusst und mit Absicht wesentliche Stellschrauben der Sprechtechnik beeinflussen können. 

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!