Ob Homeoffice oder Büroarbeitsplatz – die Arbeit mit Videokonferenzen (Zoom, Skype, Teams, Facetime, Adobe Connect etc.) sind dabei ganz im Trend. Nur leider machen sich die Wenigsten Gedanken, wie sie dabei auf den Gesprächspartner wirken. 

Daher heute ein paar Tipps wie Sie auch im Videocall oder Webkonferenz einen glänzenden Eindruck hinterlassen. 

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Kunde und Chef beeindruckt

Huch, plötzlich können uns alle sehen. Das Video beginnt mehr und mehr das Telefon abzulösen. Nun geht es darum, uns auch „im Bild“ von unserer besten Seite zu präsentieren. Eines ist klar: unsere Kunden werden sich wohler fühlen, wenn wir hier einen vertrauensvollen, kompetenten Eindruck machen. Darüber hinaus können wir auch beim Vorgesetzten mit einem professionellen Auftritt im internen Videomeeting punkten. Mit ein paar einfachen Kniffen und Regeln gelingt dies mühelos.

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Was brauche ich wirklich?

5 Grundpfeiler

1. Das Licht

Wichtig ist, dass das Licht von vorne kommt. Also setzen Sie sich entweder vor das Fenster oder stellen Sie das Licht so, dass es Sie direkt anstrahlt. Wenn Sie eine Brille tragen (so wie ich), ist es besser wenn Sie 2 Lichtquellen rechts und links von Ihnen positionieren. Ganz optimal ist es mit Brille nie (durch den Spiegeleffekt, aber manchmal geht es nicht anders. Ein weiterer Brillentipp – Manchmal hilft auch ein Licht von vorne schräg oben im 45 Grad Winkel gegen den Spiegeleffekt.

Wenn wir das Licht hinter uns haben z.B. ein Fenster, dann wird unser Gesicht ganz dunkel und das wirkt nicht gut.

2. Der Hintergrund

Der Hintergrund spricht Bände. Ich kenne Videomeetings, da waren die Teilnehmer mehr damit beschäftigt zu schauen, was sich da so alles im Hintergrund des Sprechers befindet. Wir sagen mit unserem Hintergrund auch viel über uns aus. Daher kein unaufgeräumtes Zimmer im Hintergrund, sondern möglichst wenig Ablenkung. 

Am einfachsten und neutralsten ist eine weiße Wand. Habe ich das nicht, kann man hinter dem Schreibtisch z.B. ein weißes Rollo montieren oder eine Leinwand davorstellen. Unterschätzen Sie die Wirkung der Raumatmosphäre nicht und achten Sie auf einen guten Hintergrund.

Das gilt auch für die Kleidung. Am besten so wie im Büro. Bei Kundengesprächen entsprechend angepasst. Der Jogginganzug mag zwar bequemer sein, bin ich jedoch professionell gekleidet mit gekämmten Haaren, dann kommuniziere ich auch hier Respekt und Wertschätzung der Arbeit und dem Gesprächspartner gegenüber.

Noch ein Wort zur Haltung

Sitzen Sie am besten auf einem harten Stuhl. Ich verwende hier gerne noch ein aufblasbares Sitzpolster. Damit habe ich sofort eine gerade Haltung. Ist der Sessel zu weich, sinken wir zusammen und der Kopf rutscht unter die Schulterlinie – auch das wirkt nicht so gut.

3. Ton   

Hier ist es wichtig, dass wir externe Geräusche vermeiden. Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie das Radio ab. Verbannen Sie alles, was Geräusche macht, aus Ihrem „Büro“. 

Externes Mikrofon – Ja oder Nein?

Ich werde immer wieder gefragt: Brauche ich ein externes Mikrofon? Nun, es kommt auf das Gerät an, mit dem Sie arbeiten. Der Ton wird deutlich besser und das Gespräch damit insgesamt angenehmer, wenn Sie ein Mikrofon verwenden. 

Raumhall: In vielen Fällen entsteht auch eine Rückkoppelung im Raum oder ein Raumhall, was im Videomeeting für andere sehr störend sein kann. Auch dagegen hilft ein externes Mikrofon. 

Die Qual der Wahl – Bei externem Ton gibt es mehrere Möglichkeiten: Headset, In-Ear pods, Steck-mikrofon oder klassisches Mikro – ich verwende den Rode podcaster – ein Studiomikrofon mit dem ich auch meine Podcasts aufnehme. Das funktioniert wunderbar

Gestik und Mimik 

Damit Sie gut verstanden werden, setzen Sie auch Gestik und Mimik durchaus etwas großzügiger ein. Wenn wir uns nicht bewegen, hört man das in der Stimme – wir wirken gelangweilt und wenig interessiert. Mit der Bewegung bekommen Sie die Dynamik, die Sie für Ihr Thema brauchen. 

Ein Lächeln ist hörbar 

Setzen Sie einfach vor dem Telefonat bewusst ein Lächeln auf. Ein Foto oder Bild in der Nähe, das ich gerne anschaue, kann dieses blitzschnell ins Gesicht zaubern. Ihr Vorteil: Sie wirken positiv und motiviert. 

4. Der Kontakt 

Der Blickkontakt bei der Webcam – ein spezieller Fall!

Will ich Blickkontakt haben, muss ich in die kleine Kamera schauen. Das Problem:  Die Kamera ist nicht dort, wo ich am Bildschirm das Gesicht meines Gesprächspartners sehe, sondern darüber. Mein Tipp! Einfach ein Postit zur Erinnerung neben die kleine Kamera kleben. Das erinnert uns immer wieder einmal auch direkt in die Kamera zu schauen. Dann fühlt sich der andere auch gesehen. Das ist anfangs ungewohnt, macht jedoch einen großen Unterschied. 

5. Die Deutlichkeit

Dann wollen wir auch noch verstanden werden. Das erreichen wir, wenn wir deutlich sprechen.

Dazu zum Abschluss noch eine Übung – 

Öffnen Sie den Mund weit – als Faustregel gilt: beim Laut „a“ den Mund 2 Finger hoch öffnen. Übrigends: Sprechübungen macht man immer übertrieben, damit sie die Gewohnheitsmuster durchbrechen und dann im Sprechalltag die Deutlichkeit unterstützen.

Übung 1-10

Zählen Sie von 1-10 indem Sie Ihre Zungenspitze fest hinter die oberen Schneidezähne kleben. Öffnen Sie den Mund jedoch weit (wir wissen 2 Finger hoch!) und sprechen Sie überdeutlich. 

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Noch mehr Stimm-Tipps für das Telefon?

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Gutes Gelingen beim nächsten Call wünscht

Ihre Barbara Blagusz