Wir alle mussten uns in den letzten Wochen an eine neue Art der Kommunikation gewöhnen – die Masken oder MNS. Plötzlich merken wir, dass manches in der Kommunikation nicht mehr so rund läuft wie vor der Maskenpflicht.

Ja, die Schutzmaskenpflicht ist in mancher Hinsicht lästig. Mit ein paar Tipps und Tricks gelingt das Sprechen jedoch besser.

Schauen Sie sich dazu auch mein Video an. Link zum Video

Wenn wir die Maske aufsetzen, merken wir schnell, dass wir nicht mehr so gut zu verstehen sind. Das heißt, wir müssen jetzt manche Dinge anders machen. 

1. Atmung                             

Ja, es ist anstrengender. Es kommt dabei natürlich auf die Art und Stärke der Maske an. Wir brauchen in jedem Fall mehr Muskelkraft zum Atmen. Atmen Sie daher nach dem Aufsetzen der Maske einfach tief und ruhig ein paar Mal ein und aus. Das macht locker und entspannt.

2. Brille                                  

Ich bin selbst Brillenträgerin und kennen das Phänomen, wenn die Brille anläuft. Daher ist es wichtig, dass die Maske unter der Brille liegt. Von Vorteil ist auch, wenn die Maske an der Nase gut verschließt, denn dann strömt nicht so viel warme Atemluft nach oben und die Brille bleibt klar. Es hilft auch, wenn wir nach unten atmen, damit der Atem nach unten weg entweicht. Dazu können wir entweder die Oberlippe ein bisschen nach vorne oder die Unterlippe zurückziehen und schon streicht die Atemluft nach unten über das Kinn aus der Maske. 

3. Lautstärke                                  

Auch bei der Lautstärke dürfen wir ein wenig zulegen. Sprechen Sie durchaus mit mehr Gestik und Mimik in der Stimme, das bringt zusätzlich Energie und lässt uns dynamischer wirken.

4. Blickkontakt           

Schauen Sie Ihrem Gesprächspartner in die Augen. Auch hier darf die Mimik ruhig etwas ausgeprägter sein – also nicken, Augenbrauen hoch, das zeigt Interesse. Fehlt die Mimik und ein Teil fehlt natürlich bei der Maske immer, dann wirken wir distanzierter als beabsichtigt.

5. Deutlichkeit

Je deutlicher wir sprechen, umso besser werden wir verstanden. Was früher einfach so „dahergenuschelt“ noch durchging, hat mit Maske wenig Chance verstanden zu werden. Es gilt daher deutlicher zu sprechen und mit mehr Bewegung in den Gesichtsmuskeln.

Als Faustregel gilt: 2 Finger hoch den Mund öffnen!

Sehen Sie dazu auch die Demo im Video – Link Video.

Übung: die A-Sätze 

Hier können wir als Übung gerne die A-Sätze machen. Als Referenz – 2 Finger in den Mund stecken – genau da wollen wir hin! .. und nun überdeutlich (Stimmübungen werden immer übertrieben) – sprechen wir z.B. folgende Sätze.

Da braucht es natürlich im Alltag auch eine Maske, die das mitmacht.

Öffnen Sie bei jedem A den Mund übertrieben weit – also 2 Finger hoch! Und sprechen Sie langsam und deutlich:

  • Acht alte Ameisen aßen am Abend Ananas.
  • Auf alten Ankeranlegeplätzen halten asiatische Ankerkähne.
  • Am Samstag saß Anna am Rand des Abhangs.
  • Paulas Papppapagei plappert aber alles nach.
  • Auf und ab sagte Abraham am Anfang.

Nur beim Üben sprechen wir übertrieben deutlich, dann klappt es im Alltag auch mit der Verständlichkeit.

Das war es auch schon!

Viel Erfolg mit den Sprechübungen für die Maske!

Ihre Barbara Blagusz







Hier noch einige allgemeine Tipps zur Körpersprache. Hier der Link dazu.