Helene Fischer hat insgesamt 69 Konzerte so gut wie ohne Pause geplant. Ein anstrengender Konzertmarathon – nicht nur körperlich, sondern vor allem für die Stimme.  

 

Selbst wenn Sie nicht singen wie Helene – eine Singstimme will gut geölt und umsorgt werden – damit sie dann auch klingen kann. Hier erfahren Sie die wichtigsten Do’s & Dont’s für eine gesunde, kräftige Stimme. 

 

Selbst für professionelle Sänger – was auf Helene Fischer zweifellos zutrifft – ist eine Konzerttour wie diese stimmlich äußerst herausfordernd, eben weil zwischen den Konzerten wenig Zeit für Stimmschonung bleibt. 

 

So nicht! 

Eine gesunde Stimme, „richtig“ eingesetzt, also weder unter- noch überspannt und die vor den Konzerten gut aufgewärmt wird, hält dies jedoch im Normalfall problemlos aus. Es reicht oftmals ein unüberlegtes Schreien und schon ist die Stimme beleidigt.  

 

Wir alle kennen das – ein unüberlegter Brüller – zu den Kindern, auf dem Fußballfeld oder im Klassenraum – es gibt viele Gelegenheiten, mit der Stimme laut zu werden. Schnell merken wir dann auch: Das war zu viel. Ein unangenehmes Kratzen macht sich bemerkbar und die Stimme bringt nicht mehr alle Töne hervor.  

Dies passiert schnell. Es kann aber lange dauern, bis die Stimme wieder erholt ist.   

 

So hält die Stimme viele Konzerte durch  

Ist ein Singmarathon geplant gilt es mit Kontrolle und Bedacht beim Stimmeinsatz an die Sache heran zu gehen. Dann hält eine Stimme auch viele lange Konzerte problemlos durch. Sonst wäre es ja unmöglich für viele Sänger derart lange Konzerttouren zu planen. Bei stimmlich wenig geschulten Sängern hört man die Anstrengung dann gegen Ende schon mitunter recht deutlich.

Stimmmuskeltraining 

Helene Fischer ist nicht nur körperlich sehr trainiert, sondern muss auch ihre Stimme wie einen Muskel trainieren.  

 

Vor stimmlichen Herausforderungen gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten: Singe niemals ohne die Stimme aufzuwärmen. Hier gilt – je mehr, desto besser, denn der sicherste Garant für selbstgezüchtete Stimmprobleme, ist nun mal zu wenig Aufwärmen.  Dazu gehört ein warmes, weiches Summen genauso wie die berühmten Tonleitern, um auch wirklich alle Tonlagen vorzubereiten. Für das Singen braucht es auch ein Resonanztraining, also alle Übungen um die Resonanzräume im Körper zu aktivieren – wie z.B. lautes Gähnen!

Mögliche Erkältungen, ein Kratzen im Hals, Heiserkeit? 

 Schwächelt die Stimme ist das wichtigste: absolutes Sprechverbot – d.h. auch keine lauten Töne wie Radio oder Fernsehen im Raum, da die eigenen Stimmbänder bei den Frequenzen leicht mitschwingen. Dann langsam beginnen mit leichtem Summen in verschiedenen Tonlagen. Eine meiner liebsten Übungen nennt sich lax vox. Hier nehmen Sie einen handelsüblichen Strohhalm und ein Glas bzw. eine Halbliterflasche ca. halbvoll mit Wasser. Der Strohhalm soll maximal 1cm unter Wasser reichen. Nun mit gerader Kopfhaltung sanft mit Ton ins Wasser blubbern. Dies verhilft in den meisten Fällen schnell wieder zu einer stabilen Stimme. 

Auf dem Blog hatte ich schon mal einen Beitrag über diese Übung geschrieben: Hilfe bei Heiserkeit

 Helene Fischer ist ja nicht die einzige, die ihre Stimme beruflich einsetzt. Lehrer, Radiomoderatoren oder Manager sprechen auch sehr viel.  

 

3 Tipps um sich vor Überlastung der Stimme zu schützen 

  1. Sprechen Sie auf Ihrer Wohlfühltonlage – summen Sie dazu tief in den Bauchraum mit einem weichen mmmm! Kommen Sie beim Sprechen nach Möglichkeit immer wieder auf diesen Ton zurück.
  2. Räuspern Sie sich nicht – Husten oder summen Sie.Summen hält die Stimme warm und es setzt sich auch weniger Belag fest, denn Schleim mag keine Unruhe. 
  3. Schreien Sie nicht – wenn Sie tatsächlich laut werden müssen – rufen Sie! Dies ist ein Qualitätsunterschied, den wir alle kennen. Ihre Stimme wird es Ihnen danken.

Hier gibt es Tipps, was Sie für Ihre Stimme in der kalten Jahreszeit tun können: Stimmtipps für die kalte Jahreszeit