ABER ist ein magisches Wort, denn es löscht auf einzigartige Weise alles aus, was davor geäußert wurde – als wären das nur leere Worthülsen gewesen. Und tatsächlich, meist steht die Aussage nach dem „aber“ tatsächlich im krassen Widerspruch zu der davor:

 

„Sie haben vollkommen Recht, aber der Chronomatic xyz hat doch viele Vorteile, die nicht zu verachten sind.“

 

„Natürlich möchte ich dich unterstützen, aber ich bin am Wochenende schon so verplant. Ich weiß kaum, wie ich das alles bewältigen soll.“

Oder auch nur

 

„Ja, aber ich finde, dass der Vorschlag x auch eine gute Idee ist.“

 

Überlegen Sie einmal:

  • Haben Sie tatsächlich zugestimmt im ersten Teil des Satzes oder war es nur so dahingesagt?
  • Wo sind Sie aufmerksamer – vor oder nach dem „aber“?
  • Auf welchen Teil wird der Gesprächspartner wohl eher reagieren?

 

Was also tun?

 

Heißt das nun, der erste Teil des Satzes ist unnötig oder gar unwahr? Wäre es besser, den ersten Teil ganz wegzulassen? Nicht unbedingt.

 

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Variante 1 – Meinen Sie, was Sie sagen

 

Überlegen Sie, ob Sie wirklich zustimmen oder ob dies nur eine Floskel ist, um Ihr Gegenüber scheinbar nicht zu verletzen. Ist es ehrlich gemeint – dann sagen Sie es auch genau so. Fokussieren Sie sich auf den ersten Teil des Satzes und lassen Sie auch nur diesen stehen.

 

„Natürlich möchte ich dich unterstützen“ oder „Ja, du hast Recht.“

 

Wichtig dabei: Lassen Sie es nicht nach einem noch kommenden „aber“ klingen. Machen Sie einen Punkt nach dem Satz und schließen Sie ihn tatsächlich als solchen ab.

 

Lassen Sie den Satz ganz weg

 

Wenn Sie merken, dass es eben doch nur eine Floskel war, dann lassen sie den Satz besser ganz weg. Ist auch ok. Wenn Sie ihn nicht meinen, dann wird man das sowieso merken.

 

Variante 2 – Ersetzen Sie „aber“ durch „und“ oder „gleichzeitig“

 

Ersetzen Sie das „aber“ durch ein anderes Wort, verliert der Gegensatz an Sprengkraft und vielleicht drückt es doch eher das aus, was Sie sagen wollen. Jedenfalls klingt es weicher und ist daher auch von Ihrem Gesprächspartner oftmals leichter zu nehmen. Sie rutschen nicht in die Rechtfertigungsecke, tragen damit zu einem besseren Gesprächsklima bei.

 

„Sie haben vollkommen Recht. Gleichzeitig hat der Chronomatic xyz doch viele Vorteile, die nicht zu verachten sind.“

 

„Natürlich möchte ich dich unterstützen. Gleichzeitig bin ich am Wochenende schon sehr verplant. Was hältst Du davon, wenn wir nächste Woche einen Termin vereinbaren.

 

„Ja, und ich finde, dass der Vorschlag x auch eine gute Idee ist.“

 

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