Die verborgenen Trigger hinter Donald Trumps Sprache und Verhalten

 

Keine Bange. Die Blagusz schreibt jetzt nicht auch noch über Politik. Unabhängig von einer Bewertung der politischen Schritte Donald Trumps, könnte es doch interessant sein, sich die Motivationstrigger näher anzusehen, die Trumps Sprache färben und sein Verhalten bestimmen.

 

Donald Trump ist seit mehr als einer Woche im Amt. Überall auf der Welt werden Stimmen laut, manche kommentieren, andere jammern, protestieren oder verteidigen. Schauen wir einmal genauer hin und analysieren wir die Sprachmuster, die sich hinter einer Person verbergen, die derart sprachlos macht.

 

Die Wortwahl ist kein Zufall!

Denn, seine Taten sprechen eine klare Sprache – von der Abschaffung des durchaus leistbaren Health Care Act, über das Wiederaufleben der Keystone XL Oil Pipeline, der Start des Mauerbaus zwischen den USA und Mexiko, bis zu seinem aktuellsten Wurf – dem Einreiseverbot für Menschen aus einer Reihe muslimischer Staaten. Da fragt man sich, welche Motivatoren wirken da im Hintergrund.

 

Meine geschätzte Kollegin Shelle Rose Charvet hat ein Software-Programm entwickelt mit dem Sprachmuster analysiert werden können.

Hier finden Sie die gesamte Rede

 

Auch wenn das Programm nicht alle Sprachfilter identifizieren kann, so hilft es uns doch die Kombination der Motivationstrigger zu erkennen und das Verhalten einer Person zu verstehen bzw. vorherzusagen, was diese Person motiviert und wie sie sich auch in Zukunft verhalten wird.

Donald Trumps Sprachmuster

 

Die ersten Amtswochen des neuen US-Präsidenten lassen folgende Musterkombinationen erkennen:

 

Aktionsstil: Proaktive – initiativ, handelt mit wenig oder ohne Überlegung, stürzen sich in Situationen ohne zu analysieren; können andere verärgern, weil sie wie eine Dampfwalze wirken; sind gut darin, Dinge zu bewegen, kommen schnell ans Ziel

 

Motivationsrichtung: Weg von – motiviert sich wegzubewegen von dem, was sie nicht wollen; bemerken, was vermieden oder verhindert werden soll, motiviert Probleme zu lösen. Handelt aus einem Vermeidungsgefühl heraus – auch wenn der Präsidentschaftswahlkampf stärker von Zielorientierung geprägt war.

 

Ort der Entscheidung: Extern – (auch wenn es nicht so scheint) legt großen Wert auf Anerkennung, Meinung von anderen, seinen eigenen Ruf, beeinflusst von äußeren Quellen. Das Bedürfnis nach Sichtbarkeit und Wertschätzung wird auch mit Irritationen erzeugt.

 

Stressreaktion: Gefühle – neigt in Stresssituationen zu negativen emotionalen Zuständen und bleibt darin verhaftet (beleidigt). Stressvolle Positionen sind daher auf Dauer für sie schwer zu bewältigen. Andere haben oft den Eindruck, dass sie auf Situationen überreagieren oder hypersensibel sind. Zurückweisungen fallen schwer. Dies erklärt vermutlich viele der Trotzreaktionen…

 

Regelstruktur: Meine Regeln/Keine Regel – Die Regelstruktur gibt Informationen darüber, wie hoch die Fähigkeit oder Bereitschaft einer Person ist, sich und anderen Regeln vorzugeben. Im Falle Trump gilt: Meine Regeln gelten für mich, ich kümmere mich nicht um andere. Dahinter muss noch keine böse Absicht liegen, es ist lediglich nicht ihr „Problem“

 

Entscheidungsfindung: Automatisch – braucht nur eine kleine Menge an Informationen und entscheidet dann sofort. Zieht Schlussfolgerungen über die Restinformation. Ändern Ihre Meinung nicht leicht, wenn sie sich einmal entschieden haben. Neigen dazu sich im Zweifelsfall auch ohne Zögern zu entscheiden.

 

Menschen mit dieser Musterkombination verhalten sich oft wie folgt:

 

  • So bald sie sich auch nur minimal kritisiert fühlen/sehen, kontern sie sofort ohne ihre Aktionen wirklich durchzudenken (weg von, extern, proaktiv, Gefühle, Automatisch)

 

  • Sie werden nicht aufhören zu attackieren, da sie die Kritik die negativen Emotionen in Ihnen aufrechterhält (Gefühle, extern)

 

  • Auch wenn der Gegenschlag für viele nicht angemessen oder überreagiert erscheint, ist es für diese Person unerheblich, da Gesetze und Werte einer Gesellschaft für diese Person nicht gelten (Regelstruktur: Meine/Keine)

 

Auch wenn der Wahlkampf und die Vereidigungsrede überwiegend „hin zu“ (auf ein Ziel fokussiert) geprägt war, so scheint das derzeitige Verhalten weit mehr auf den typischen Donald Trump zuzutreffen.

 

Wollen Sie mehr über Sprachmuster wissen – Lesen Sie auch – So sprechen Sie kundisch! und machen Sie Ihren persönlichen Sprachmustertest