Am Beginn eines Vorstellungsgesprächs wird der Bewerber oftmals gefragt: Erzählen Sie mal etwas über sich!“ Falls Sie sich fragen – „Was antworte ich da?“ sind Sie genau richtig.

 

Denn heute geht es um diese scheinbar harmlose Frage, die es jedoch ordentlich in sich hat.

 

In dieser ersten Phase des Gesprächs entscheidet der Personaler sich bereits, ob Sie ein Topbewerber sind oder eher nicht.

 

Was Sie tun können, um bei dieser Frage möglichst optimal zu punkten, verrate ich Ihnen jetzt.

 

Was passiert bei dieser Frage? Worauf zielt sie ab?

 

Mit dieser Vorstellungsfrage testet der Personaler, ob Sie vorbereitet sind. Erzählen Sie einfach so vor sich hin oder haben Sie ein Konzept. Sprechen Sie überlegt und tragen Sie etwas vor, das auch zur Position passt. Das möchte Ihr Gesprächspartner herausfinden.

 

Vermeiden Sie diese Fehler

 

 1. Keine Vorbereitung

Sie wissen nicht, was das Unternehmen genau will und erzählen halt mal über sich. Ohne klare Idee, zusammenhang- und konzeptlos. Bereiten Sie sich vor und googeln Sie alles, was es über das Unternehmen zu wissen gibt. Je besser Sie vorbereitet sind, desto mehr Anknüpfungspunkte finden Sie – mehr dazu später.

 

2. Sie erzählen Ihren Lebenslauf nach

Dies ist langweilig und vor allem kennt der Personaler Ihre Fakten schon. Wozu also nochmal nacherzählen?

 

3. Zuviel Privates

Natürlich wollen Personaler auch wissen, was Sie privat so tun. Die heimliche Frage, die sich jedoch hinter der harmlosen „Erzählen Sie mal…“ Frage verbirgt ist: „Warum sollten wir Sie einstellen?“. Wenn Sie da keine handfesten Argumente liefern, sondern ins Private abschweifen, hat der Gesprächspartner schnell kein Interesse mehr.

 

Tipp 1 – Holen Sie nicht zu weit aus

Erzählen Sie nicht von Ihrer Grundschulzeit, sondern konzentrieren Sie sich auf die jüngere Vergangenheit – vor allem, wenn Sie schon etwas älter sind.

 

Tipp 2 – Verbindung zum aktuellen Jobangebot herstellen

Stellen Sie mit jedem Erzählstrang aus Ihrer – jüngeren – Vergangenheit eine Verbindung zum Arbeitsplatz her, der für Sie in Aussicht steht d.h. von Ihrer Erfahrung zur neuen Herausforderung

 

Bogen: Erfahrung + neue Aufgabe + Nutzen für den neuen Arbeitgeber

 

Zum Beispiel: „In meiner letzten Tätigkeit habe ich ein neues Vertriebsnetz im Mittelstand in xy aufgebaut. Bei Ihnen habe ich gesehen, dass sie auch mit dem Mittelstand arbeiten. Das könnte daher günstig sein…“

oder

„An meinem vorletzten Arbeitsplatz habe ich selbständig ein Team von AD-MA geleitet. Das kann ich bei Ihnen auch gut gebrauchen, da bringe ich schon Erfahrung mit, das … wäre auch für Sie hier ein Vorteil.“

 

Hören Sie hier den Podcast: 3 Tipps für mehr Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit

 

Tipp 3 – Heben Sie den Nutzen für den Arbeitgeber hervor

Betonen Sie konkret Vorteil und Nutzen, den Sie für den künftigen Arbeitgeber mitbringen.

Es ist nicht genug, dass der Personaler ihren Nutzen hoffentlich aus Ihrer Selbstvorstellung erkennt – nein! Wiederholen Sie dies immer wieder und schlagen Sie die Brücke zwischen Ihrer Erfahrung und dem konkreten Anforderungsprofil. Hier macht sich die Vorbereitung wieder bezahlt.

 

Alle anderen Fragen im Vorstellungsgespräch sind deutlich weniger vorhersehbar. Was Sie sicher wissen ist, dass diese eine Frage kommt. Damit können Sie sich wunderbar vorbereiten und diese 2-3 Minuten zu Ihrem persönlichen Werbespot machen. Nutzen Sie diese Chance und machen Sie das Beste daraus.

 

Tipp 4  – Halten Sie sich kurz

Die erwähnten 2-3 Minuten sind ein Richtwert. Eher kürzer als länger, gilt die Devise. Sollten Sie länger werden wollen, fragen sie lieber nach, ob der Personaler zu einem der genannten Punkte mehr Details, mehr Tiefe wünscht. Dies ist ein geschicktes Vorgehen, das Sie nicht verlieren können, denn Sie erhalten direkt Feedback, wo das Interesse liegt.

 

Wenn Sie mehr über effektive Formulierungen wissen wollen und/oder Unterstützung beim Formulieren brauchen, freue ich mich über Ihre Anfrage

über mein Kontaktformular.