So punkten Sie auch hier mit einem möglichst positiven Ersteindruck

 

Wir alle kennen den Satz:  Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, wir sind weit mehr durch Vorurteile und Klischees geprägt, als uns lieb ist. Da nützt es auch wenig, wenn wir uns noch so bemühen, offen und tolerant zu bleiben.

 

Digitaler Ersteindruck nimmt rasant zu

In Zeiten der Social Medias wie Facebook, Xing, oder Linkedin –begegnen wir Menschen sehr oft zum ersten Mal in digitaler Form.  Wie wirkt sich dies auf unseren 1. Eindruck aus? Was können Sie tun, damit Sie hier mit einem möglichst positiven Ersteindruck punkten?

 

Live oder Video

Jeremy Biesanz von der British Columbia University fand heraus: Der erste Eindruck, den wir von einem Menschen online (und von seinem Foto) haben, ist oft negativer, als hätte der Eidnruck von Angesicht zu Angesicht stattgefunden. Dies zeigt sich selbst dann, wenn wir ein Video der Person sehen und nicht nur ein Foto.

 

In einer Reihe von Experimenten mit mehr als 1000 Probanden analysierte Biesanz, wie wir andere beurteilen, wenn wir sie entweder in einem 3-minütigen Speed-Dating kennenlernen – oder indem wir ein gleichlanges Video der Person ansehen.

 

Dabei stellte das Expertenteam folgendes fest:

Die Präzision der Beschreibungen war in beiden Fällen gleich gut. Das Urteil über Sympathie fiel jedoch beim Video deutlich negativer aus. Konkret hieß das: Die Versuchsteilnehmer hatten binnen weniger Sekunden einen Eindruck darüber, ob die Person introvertiert oder extrovertiert war, über Merkmale, wie Selbstsicherheit oder Arroganz. Es brauchte jedoch das physische Treffen, um auch positive Merkmale zu erspüren. Der echte Kontakt lieferte viele fehlende Puzzlesteine, die das Gesamtbild erst abrundeten.

 

Ein gutes Foto zahlt sich aus

Ein ähnliches Phänomen zeigte sich bei Experimenten mit Fotos, wie etwa bei Profilbildern auf Facebook, Xing oder ähnlichen Plattformen.

 

Biesanz stellte einen Unterschied zwischen aktiven und passiven Begegnungen fest: Machen wir die, indem wir persönlich beteiligt sind, finden wir unser Gegenüber meist netter. Betrachten wir nur passiv Bilder, sind wir wesentlich kritischer.

 

Zwei weitere Studien bestätigen dies und gehen sogar noch einen Schritt weiter: Dieser erste Eindruck, den wir – entweder aktiv oder passiv – gewonnen haben, dominiert auch dann noch die Beziehung, wenn wir die Person längst besser kennengelernt haben.

 

Das ist wie mit einem Buch: Wenn wir das Cover eines guten Buchs schlecht finden, gefällt uns das Buch auch dann nicht, selbst wenn wir es gelesen und genossen haben.

(Quelle: Vivian Zayas von der Cornell Universität und Gül Günaydin von der Middle East Technical University)

 

Was können Sie also tun, um einen möglichst guten digitalen Ersteindruck zu vermitteln

  • Nehmen Sie sich Zeit und suchen Sie Ihr Profilfoto bewusst aus.
  • Fragen sie sich dabei – was will ich ausstrahlen? Schnell wirkt ein Foto leblos und langweilig – das ist schon alleine oft eine Frage des Lichts
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Profilfoto möglichst positiv strahlt.

 

Dabei zählen 3 Parameter:

  1. Lächeln Sie! Denken Sie dabei an eine möglichst schöne Situation! Das lässt Ihre Augen strahlen.
  2. Achten Sie auf eine gute Körperspannung – sie wirken sofort dynamischer und gesünder
  3. Achten Sie auf warme Farben bzw. ein gutes natürliches Licht

 

Machen Sie den Körpersprachetest

Woher wissen Sie jedoch, ob Sie die Körpersprache Ihres Gegenüber richtig lesen?

Ein Test bringt Klarheit: Das Greater Good Science Center der University of California in Berkeley hat einen kurzen Körpersprachetest entwickelt. Damit können Sie Ihre Fähigkeit die richtigen Emotionen zuzuordnen erkennen. Scham oder Vergnügen? Echtes Interesse oder nur Höflichkeit? Die Unterschiede sind oft subtiler, als wir denken.

Der Test bringt die Auflösung gleich mit und dazu gibt es Tipps, welche Bewegungen im Gesicht für bestimmte Emotionen wesentlich sind.

 

Hier geht’s zum Test: Greater Good Körpersprachetest