Stimme – unterschätzt als Wirtschaftsfaktor?

 

Sie wollen sich vor fitten Führungskräften oder skeptischen Mitarbeitern Gehör verschaffen, müssen Kunden am Telefon überzeugen, haben mit schwierigen Gesprächspartnern zu tun und wollen kompetenter und glaubwürdiger klingen?

Dann macht es Sinn, sich mit Ihrer Stimme zu beschäftigen.

 

Denn wer beruflich erfolgreich sein will, weiß, oft entscheidet mehr der richtige Tonfall als das schöne Wort.

 

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Sprich: Ob Sie kompetent, glaubwürdig oder vertrauensvoll wirken, entscheidet weit mehr der Stimmklang als der Inhalt. Die Stimme gibt somit Ausschlag über den ersten Eindruck, den Arbeitgeber, Kollegen und Geschäftspartner von uns bekommen. Wer deshalb weiß, wie die eigene Stimme wirkt, beziehungsweise wie man sich durch Training einen Vorteil verschafft, der hat im Berufsleben bessere Karten. Das gilt für Kundengespräche am Telefon, ebenso wie für Verkaufsverhandlungen, Reklamationen oder Bewerbungsgespräche. Im persönlichen Gespräch ist Ihre Stimme das Verkaufsinstrument Nummer 1.

 

 

Die gute Nachricht:

 

Man muss keine Bühnenerfahrung haben, um durch richtiges Sprechen erfolgreich im Berufsleben zu kommunizieren. Mit dem richtigen Know-how und einigen Tricks und lässt sich die intimste Visitenkarte eines Menschen erfolgreich vergolden.

 

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Stimmtraining – wozu?

 

Jede Stimme ist frühkindlich geprägt. So gewöhnen wir uns früh die Sprechweise der Personen an, die uns umgeben – wie Eltern, Kindergarten-Tante, Grundschul-Lehrer. Hatten Sie Glück und ein gutes sprechendes Vorbild? Wunderbar! Falls nicht, haben Sie auch Glück, denn Sie können Ihre Stimme verändern. Um das individuelle Stimmpotenzial optimal auszuschöpfen und in jeder Situation den richtigen Ton zu treffen, gibt es viele Möglichkeiten. Sie können sich funktional auf Atmung und Artikulation konzentrieren, das kriegen Sie bei den meisten Stimmtrainern. Oder Sie lernen den Stimmcode   – ein spezielles Stimmtrainings-Konzept, das sich die unterschiedlichen Betonungen im gesprochenen Wort konzentriert. Fragen wie: Was passiert in einem Dialog? Wer gibt den Ton an? Oder wer beeinflusst sein Gegenüber stärker durch die Art und Weise, wie wir unsere Stimme einsetzen?

 

Jeder Berater oder Verkäufer weiß, wer das Gespräch in die gewünschte Richtung führen kann, hat die Nase vorn. Genau diese Führungssignale in der Stimme gilt es zu erkennen, um ein Gespräch positiv zum Abschluss zu führen und um den Gesprächspartner zu überzeugen.

 

 

Emotionen – aber richtig!

 

Interessant dabei ist, wie menschliche Emotionen und unterschiedliche Stimmenergien richtig eingesetzt werden können, damit man stimmlich nicht untergeht oder unterbrochen wird, sondern kompetent und glaubwürdig wirkt. Dies ist wichtig für alle Bereiche in Beratung und Verkauf – ob es um den Kontakt am Telefon, ein Verkaufsgespräch, eine Besprechung oder eine Präsentation vor Gruppen, handelt. Es geht dabei nicht darum sich einen „Verkaufsjargon“ anzugewöhnen, womit Sie Ihrem Gegenüber „manipulativ“ irgendeine Entscheidung abringen, die dieser/diese gar nicht will. Vielmehr geht es darum, Ihre unbewussten, vielleicht hindernden Sprechmuster so zu aktivieren, dass Ihre Botschaften so ankommen, wie Sie das wollen. Authentisch und echt. Ganz Sie eben. Nur ohne Ihre unbewussten stimmlichen Stolpersteine.

 

 

Wozu also ein Stimmtraining? Lesen Sie hier 

 

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Video Demo mit Vorderfront

 

 

 

Die Zahlen sprechen für sich

 

Laut einer aktuellen Studie der „sozusagen“-Sprach und Stimmmotivforschung sind nur 7 % von 400 befragten Mitarbeitern mit Kundenkontakt mit ihrer eigenen Stimme und Sprechweise sehr zufrieden. 78 % wünschen sich eine Verbesserung in ihrer Stimmqualität und Sprechwirkung. Rund 15 % sind mit ihrer Stimme regelrecht unglücklich. Dabei gibt ein Großteil der Mitarbeiter mit Kundenkontakt an, dass der Stimme eine entscheidende Rolle in einem Kundengespräch zukommt. Allein diese Zahlen lassen erkennen, wie wichtig es ist, die Stimme gezielt einzusetzen – ganz besonders auch dann, wenn es um Menschen geht, die Kundenkontakte pflegen.

 

 

Wie klingt Ihre Stimme?

 

Nehmen Sie doch eine Sprechprobe von sich auf – Heutzutage kann das jedes Mobiltelefon. Hilfe bei der Aufnahmehier klicken

 

  • Nehmen Sie beim Anhören Ihre Stimme wahr.
  • Welcher Grundton herrscht vor?
  • Klingen Sie freundlich, selbstbewusst, bestimmt, genervt oder unsicher?
  • Wie schnell sprechen Sie?
  • Können Sie alles verstehen? d.h Sprechen Sie deutlich?
  • Würden Sie sich gerne selbst zuhören?

 

 

Machen Sie diese Übung in oder nach unterschiedlichen Gesprächs-Situationen. Einmal morgens, dann abends nach einem Arbeitstag. Interessant ist es auch vor und nach einem Verkaufsgespräch. Versuchen Sie es und hören Sie sich in Ihre Stimme ein. Nach und nach werden Sie bemerken,  wie auch Ihre Stimme sich verändert.

 

Und falls Sie überrascht sind, weil Ihre Stimme so fremd klingt – Ja, da sind Sie in guter Gesellschaft. Fast jeder findet seine Stimme auf Band anfangs ungewohnt. Die gute oder schlechte Nachricht (je nachdem..;-)): So wie Sie auf Band klingen, so hören Sie alle Menschen – So wie Sie sich selbst hören, das hören tatsächlich nur Sie selbst so. Gute Nachricht? Ich hoffe es.

Nächstes Mal werden wir uns mit bestimmten stimmsensiblen Situationen in einem Verkaufsgespräch beschäftigen. Vorauf es dabei ankommt und was Sie ganz persönlich dabei für Ihre Stimme tun können.

 

Bis zum nächsten Mal

Ihre Barbara Blagusz

 

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