Körpersprache erkennen hilft die gesamte Botschaft zu verstehen.  

 

Menschen kommunizieren und das nicht immer nur mit Worten. Wer Körpersprache lesen kann, erkennt oftmals, was sein Gegenüber wirklich sagt – weit über die Worte hinaus. 

 

Wir Menschen sagen nicht immer, was wir wirklich meinen. Erziehung, Kultur, Religion und soziale Rollenbilder haben dazu geführt, dass wir oftmals unsere wahren Gedanken und Gefühle unterdrücken. Wir wollen ja niemanden verletzen, wollen nicht ungehörig erscheinen, mit der Türe ins Haus fallen oder unsere wahren Empfindungen preisgeben.  

 

Nur ist es mit Gefühlen eben so, dass wir sie nicht gänzlich verstecken können. Das geschulte Auge erkennt die Zwischentöne sehr wohl. Warum dies helfen kann die Kommunikation zu unseren Mitmenschen zu verbessern und wie wir auch einiges über uns selbst lernen können, erfahren Sie hier. 

 

Paul Watzlawik sagte schon: Man kann nicht nicht kommunizieren und meinte damit vor allem soziale Situationen. So kommunizieren wir sogar im Schlaf, nämlich dass wir gerne ruhen wollen und bitte nicht zu stören sind.  

 

Die Situationen im Wachzustand sind jedoch deutlich spannender. 

Während wir mit unseren Worten zwar viel ausdrücken können, lassen wir am Stimmklang und mit unserem Körper oftmals erst erkennen, wie wir das Gesagte meinen. 

 

Was können Sie hier erkennen? 

 

 

 

  • Wer ist verunsichert? 
  • Wer gelangweilt 
  • Oder aggressiv? 
  • Wer fühlt sich über- oder unterlegen? 

Warum könnte es Sinn machen, diese Dinge zu erkennen? 

 

 

„Körperliche Stellung zeigt Einstellung” 

 

 

Körpersprachliche Signale/Gesten unterscheiden sich in: 

 

 

Wir erkennen die Körpersprache unseres Gegenüber und reagieren auch darauf, wenn auch überwiegend nur unbewusst. Jedenfalls spiegelt unsere Körpersprache  unsere Einstellung und die Denkmuster einer Person oder Sache gegenüber.  

Während eines Gesprächs lohnt es sich die Körperhaltung zu beobachten. Sie liefert sehr interessante Aspekte über die Qualität des momentanen Gesprächs und wie dieses wohl weitergeführt wird. 

 

Checkliste Körpersprache erkennen – hier geht’s zum Download 

 

Übung: Erkenne die körpersprachlichen Signale 

Achten Sie bitte in den nächsten Tagen auf einige häufig vorkommende körpersprachliche Signale: 

  1. Beinhaltung (Fußspitzen nach innen/außen, durchgestreckte Knie) 
  1. Waffensignale (ausgestreckter Zeigefinger, Stift in der Hand) 
  1. Schutzhaltungen (Beine überkreuz, Arme um den Oberkörper geschlungen, Arme verschränkt, Finger verschränkt, Arme hinter dem Körper verborgen) 
  1. Schwerpunkt im Oberkörper nach vorne oder hinten (Zuneigung, Abneigung) 
  1. Mimische Bewertungen (heruntergezogene Mundwinkel oder Mundwinkel nach oben, eine oder beide Augenbrauen hoch)  
  1. Aufräumen im Kopf (Zusammenschieben mit der Hand, Wegwischen mit der Hand – z. B. auf dem Tisch) Symbolisches Ordnen oder Verschieben eines Gedankens) 
  1. Widerwillen/Ekel/Verachtung (Hochziehen der Nase, Griff an die Nase, einseitiges Hochziehen eines Mundwinkels oder Augenbraue) 
  1. Überraschung (Erstarren der Mimik, Atem anhalten, Mund leicht geöffnet, Augenbrauen hoch) 
  1. Zuhalten des Mundes, Finger spielen mit Lippen (Zurückhalten von Worten, etwas nicht sagen wollen) 
  1. Konzentration oder Ablehnung? (Augenbrauen ziehen sich zusammen, kritischer Blick) 

 

Sehr gut eignen sich dafür Fernsehinterviews oder Talkshows. Beobachten Sie sowohl den Redner aber auch besonders den Zuhörer bzw. Angesprochenen. Hier lassen sich sehr gut Reaktionen erkennen.  

 

  • Was passierte vor dem körpersprachlichen Signal? 
  • Wie schnell war das Signal zu sehen? 
  • Wie verändert sich die Stimmung? 
  • Hat der Sprecher das Signal bemerkt und geht er/sie darauf ein? 
  • Und vor allem – was löst es in Ihnen aus? 

Beginnen Sie zuerst Gespräche zu beobachten in denen Sie nicht involviert sind. Im nächsten Schritt achten Sie auf Ihr Gegenüber und dann auch auf sich selbst. Sie werden mitunter einige Überraschungen erleben. 

Machen Sie den Körpersprache Test