Man(n) weiß: Wer das Gespräch in die gewünschte Richtung führen kann, hat die Nase vorn. Genau diese Führungssignale in der Stimme gilt es zu erkennen und in einem Stimmtraining zu verbessern, um ein Gespräch positiv zum Abschluss zu führen und um den Gesprächspartner zu überzeugen.

 

Interessant dabei ist, wie menschliche Emotionen und unterschiedliche Stimmenergien richtig eingesetzt werden können, damit man stimmlich nicht untergeht oder unterbrochen wird, sondern kompetent und glaubwürdig wirkt.

 

Dies ist wichtig für alle Bereiche in Beratung und Verkauf – ob es sich um den Kontakt am Telefon, ein Verkaufsgespräch, eine Besprechung oder eine Präsentation vor Gruppen, handelt.

 

In einem Stimmtraining geht es nicht darum, sich einen „Verkaufsjargon“ anzugewöhnen, womit Sie Ihrem Gegenüber „manipulativ“ irgendeine Entscheidung abringen, die dieser/diese gar nicht will. Vielmehr geht es darum, Ihre unbewussten, vielleicht hindernden Sprechmuster so zu aktivieren, dass Ihre Botschaften so ankommen, wie Sie das wollen. Authentisch und echt. Ganz Sie eben.

Nur ohne Ihre unbewussten stimmlichen Stolpersteine. Und noch ein ganz wichtiger Punkt – Stimme ist nicht nur Chefsache!

 

1.     Warmer Stimmklang – Summen Sie im Alltag immer wieder leise vor sich hin – mit locker aufeinander gelegten Lippen! Das wärmt Ihre Stimme auf und trainiert Ihre Stimmbänder. Trainierte Stimmen halten mehr aus, klingen kräftiger, fester und damit automatisch überzeugender.

 

2.     Klarheit. – Wenn Sie etwas wollen, formulieren Sie Ihr Anliegen nicht als Frage, sondern senken Sie die Stimme am Satzende ab. Machen Sie damit auch stimmlich am Ende einen Punkt. Und betonen Sie ein Wort – das wichtigste. Das unterstützt die Aussage. Damit wirken Sie kompetent und klar.

 

3.     Emotion. –  Stimme macht Stimmung. Mit unserer Stimme übertragen wir außer dem verbalen Inhalt immer auch die persönliche Stimmung. Ob Stress, Ärger, Anspannung oder freudige Gelassenheit. Ohne Emotionen verkauft sich nichts. Gute Redner setzen gekonnt Emotionen ein.

 

4.     Lautstärke. – Wer zu leise spricht, verblasst, wer zu laut spricht, nervt. Wobei tiefere Stimmen seltener als zu laut empfunden werden, hohe schnell hysterisch wirken. Also Stimme absenken – vor allem, wenn Sie zu Nervosität neigen! Und gleichzeitig auf Lautstärke und Betonung achten, um gut hörbar zu bleiben!

 

5.     Monotonie ade! – Vermeiden Sie monotone Sprechweise und Endlossätze! Wechseln Sie das Tempo und schaffen Sie so eine spannende Sprechweise zwischen Entspannung und Dynamik. Zusätzlich machen gekonnte Pausen, eine abwechslungsreiche Stimme und eine ruhige, tiefe Atmung Ihren Vortrag interessant.

 

6.     Einklang. – Viele Menschen denken schneller, als sie reden. Wenn Man(n) sich dann verhaspelt, signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner, gedanklich schon ganz woanders zu sein. Schwingen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein. Hören Sie zu, gehen Sie auf Tempo und Betonung Ihres Zuhörers ein und konzentrieren Sie sich beim Sprechen auf das, was Sie sagen, auf jedes Wort. Damit steigt Ihre Glaubwürdigkeit.

 

7.     Verbindlichkeit. – Wenn auch in weiten Teilen als höflich empfunden, vermitteln Möglichkeitsformen (würde, wäre, könnte) und rhetorische Weichmacher (eigentlich, vielleicht, normalerweise) wenig Handschlagqualität und langweilen den Zuhörer. Erzeugen Sie stimmige Bilder in den Köpfen der Menschen und verwenden Sie auch noch die passenden Emotionen. Das macht Man(n) verbindlicher und damit langfristig erfolgreicher.

 

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