Der Deutsche klingt in asiatischen Ohren bedrohlich. Die Japanerin klingt umgekehrt höflich zurückhaltend. Der Engländer klingt oft vornehm und leicht hierarchisch und der Österreicher „lieb“ und unverbindlich.
Fremde Länder unterscheiden sich nicht nur in einer unterschiedlichen Sprache im eigentlichen Sinne sondern auch durch die Sprechtechnik – wie Stimmhöhe, Betonung, Sprechtempo.
So sprechen die meisten Asiaten insgesamt höher als vergleichsweise Deutsche oder Amerikaner.
Dadurch klingt das  Deutsche ob seiner Tiefe für manche asiatische Ohren sogar bedrohlich. Engländer sprechen höher als Deutsche. Amerikanische Männer jedoch meist tiefer. Spanisch ist vergleichsweise eine sehr schnelle Sprache, das Ungarische hat den Stimmsitz sehr weit vorne.

 

Alleine diese Beispiele lassen erkennen, wie komplex das Universum von Sprache und Stimme ist.
Interessant wird es innerhalb einer Kultur. Hier können uns die Unterschiede bei Männer- und Frauenstimmen eine Idee über die Normen und Werte einer bestimmten Gesellschaft geben.
So sprechen beispielsweise die Japanerinnen im Vergleich zu den meisten Kulturen mit einer höheren Stimme, auch wesentlich höher als japanische Männer.

 

Es spricht dafür, dass der große Unterschied in den Tonhöhen auf bestimmte Geschlechterrollen zurückzuführen ist.

Sich klein zu machen und die typisch weiblichen Tugenden in der japanischen Kultur wie Bescheidenheit, Unschuld, Unterwürfigkeit und Hilflosigkeit werden durch diese Sprechweise betont. Japanische Männer, vor allem in höheren Positionen sprechen jedoch in einer tieferen Stimmlage als die Briten, obwohl sich ihr Stimmumfang nicht wesentlich unterscheidet.

 

Tipp!

Wenn Sie mit Menschen aus einer andern Kultur sprechen, achten Sie doch auf deren Stimmklang.
Wenn Sie sich diesem Stimmklang etwas anpassen, klappt’s gleich wesentlich besser mit der Kommunikation

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