11 Tipps für eine Weihnachtsrede, die nicht langweilt!

So berühren und motivieren Sie mit Ihrer Weihnachtsrede

 

Alle Jahre wieder. Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die Zeit der Weihnachtsfeiern. Und da es keine Weihnachtsfeier ohne Weihnachtsrede gibt, will diese gut vorbereitet sein. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Weihnachtsansprache zu einem „Ohrenschmaus“ zu machen können, der Appetit auf mehr macht: auf mehr Zusammengehörigkeit, auf mehr Wir-Gefühl und damit auf mehr gemeinsame Erfolge im kommenden Jahr! Lesen Sie auch die 10 Phrasen des Grauens – Welche Worte Sie in Präsentationen besser nicht verwenden

 

  1. Tipp: Highlights sammeln

Eine gute Rede holt die Menschen dort ab, wo sie stehen. Rufen Sie daher gemeinsam erlebte Ereignisse in Erinnerung und würdigen Sie die schönen und positiven Momente. Listen Sie all jene Ereignisse auf, die in diesem Jahr passiert sind. Das sind eben nicht nur Geschäftserfolge, sondern vor allem auch Betriebsausflüge, besondere Jubiläen und gemeinsam bewältigte Herausforderungen.

 

  1. Tipp: Punkten Sie schon bei der Anrede

Wie sprechen Sie Ihre Zuhörer an? Sagen Sie „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ oder das ganz neutrale „meine Damen und Herren“? In beiden Fällen wirkt es nicht sehr persönlich. Bei den Mitarbeiter/Innen schwingt auch noch der Hierarchieunterschied mit: Sie oben, die Mitarbeiter unten. Sympathischer wirkt es, wenn Sie auf Understatement setzen und als Anrede „Liebe Kolleginnen und Kollegen“ wählen. Damit werten Sie Ihre Mitarbeiter auf.

 

„Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind!“

 

Sagen Sie diesen Satz niemals! Erstens interessiert es keinen der Zuhörer und zweitens klingt es so als ob Sie sich wundern, dass überhaupt jemand gekommen ist! Tun Sie sich diese Selbst-Abwertung nicht an, ich bin sicher, das brauchen Sie nicht.

 

  1. Tipp: Erst Interesse wecken, dann begrüßen

Oder noch besser, fangen Sie gleich mit einem „anderen“ Einstieg an. Stellen Sie eine Frage, nennen Sie ein Zitat, das idealerweise sogar von jemandem aus dem Unternehmen kommt. Oder Sie starten mit einer Geschichte oder Anekdote.

 

Hier finden Sie mehr davon:

sozusagen die Erzählbar

Sozusagen – die Erzählbar – 111 Anekdoten, Metaphern und Zitate –

von der Praxis für die Praxis

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Sie wollen die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer? Dann machen Sie es anders. Sie werden sehen, es wirkt.

 

  1. Tipp: Vermeiden Sie Alltagsfloskeln

  „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ich darf Sie herzlich zu unserer diesjährigen Weihnachtsfeier begrüßen. Das Jahr 2014 war für uns alle ein sehr herausforderndes und arbeitsreiches Jahr, und bla,bla,bla“

 

Wenn Sie Ihre Zuhörer einschläfern wollen, dann machen Sie es so. Und nur weil viele ihre Weihnachtsansprachen so beginnen, wird es nicht besser und vor allem nicht spannender.

Das gilt auch für die Begrüßung anderer. Nichts ist langweiliger als ein Präsentator der jeden einzelnen Zuhörer begrüßt. Spätestens nach der dritten Person schlafen die meisten vermutlich schon. Das ist zwar für die wenigen Glücklichen besser, nicht jedoch für Sie, denn es kostet Sie viele Sympathiepunkte.

 

  1. Tipp: Absolute Don’ts

Es ist schon schwierig genug, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen. Dafür ist es umso einfacher, sie in den ersten Minuten einer Präsentation zu verlieren.

Vermeiden Sie folgende Stimmungskiller:

  1. Rundumschlag und Sammelkritik: Die Weihnachtsrede soll positiv stimmen. Daher ist es nicht günstig, dort anstehende Veränderungen (Rationalisierung, Einsparungen, Umstrukturierungen) anzukündigen, vor allem nicht, wenn diese negativ Folgen für die Mitarbeiter haben können.
  2. Zahlen, Statistiken, Daten: Eine Weihnachtsrede soll unterhalten und erfreuen und Menschen berühren und näher zusammenrücken lassen. Daher ist wenig Platz für nüchterne Zahlen wie in einem Jahresbericht.
  3. Einschwören auf höhere Ziele: Auch für Einpeitscherparolen ist die Weihnachtsrede der falsche Ort, vor allem wenn sich diese negativ auf die Motivation auswirken.

 

  1. Tipp: In der Kürze liegt die Würze

Mitarbeiter wollen vor allem eines: einen netten Abend verbringen. Plaudern, das gute Essen, den leckeren Wein genießen. Und nicht stundenlang trockenen Reden lauschen. Halten Sie sich daher kurz. Mit den folgenden Tipps von Andrea Joost wird Ihnen das auch gelingen:

 

Tipp für schlanke Weihnachtsansprachen

Schokolade als Metapher: Für diese „süße“ Rede brauchen Sie nur eine Tafel Schokolade. Damit lässt sich geschickt arbeiten. Brechen Sie die Schokolade in Stücke je nachdem welchen Wert sie bestimmten Anteilen/Ereignissen/Erfolgen im letzten Jahr geben. Oder nehmen Sie eine Trauben-Nuss-Schokolade. Mit ihr können Sie geschickt Parallelen zum vergangenen Jahr ziehen: Die Nüsse stehen für die harten Nüsse, die geknackt werden mussten. Die Rosinen für die süßen Früchte, die Sie genießen durften. Überlegen Sie sich 1-2 Anekdoten für jeden Bereich und schon haben Sie eine Rede, die niemand so schnell vergessen wird. Es eignen sich auch andere Schokoladesorten: Ob Chili als Symbol für die feurigen Momente oder cremige Fülle für den wohligen Geschmack des Erfolgs. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Sie können auch Ihre eigene Jahresrückblick-Schokolade kreieren (zum Beispiel hier: von Rotweinbau Moritz gefüllt mit Biorotwein aus dem Burgenland – mit eigenem Etikett) Und wenn Ihre Zuhörer auch noch eine Tafel Schokolade mit nach Hause nehmen dürfen, bleibt Ihre Ansprache ganz bestimmt in guter Erinnerung.

 

Streichholz als Zeitnehmer: Für eine besonders kurze Form der Weihnachtsrede eignen sich Streichhölzer. Damit haben Sie auch gleich den perfekten Einstieg. „Ich habe heute eine zündende Jahresabschlussrede für Sie vorbereitet. Aber keine Sorge, ich spreche nur so lange, wie die Flamme brennt!“ Jetzt zeigen Sie das Streichholz, zünden es an und legen los. Dann haben Sie Ihr Zeitfenster für Ihre Botschaft: ca. 20 Sekunden mit den handelsüblichen Streichhölzern. Haben Sie etwas mehr zu sagen, nehmen Sie einfach die längeren Kaminhölzer. Sie können sicher sein: Alle werden gebannt Ihren Worten folgen.

Gefunden bei AndreaJoost

 

  1. Tipp: Menscheln Sie! –

Nur wer persönlich angesprochen wird, fühlt sich auch berührt. Verwenden Sie Ich/Wir Botschaften statt „man“. Es macht auch nicht viel Sinn, in regelmäßigen Abständen die Anrede zu wiederholen. Stellen Sie rhetorische Fragen, denn dies stärkt die Verbindung zu Ihren Zuhörern, schaffen Nähe und Vertrauen und außerdem bekommen Sie mehr Aufmerksamkeit …“, „War das nicht ein großartiger Moment, als …“. „Hätten wir uns das erwartet…? „Ging es Ihnen auch so wie mir ..?

 

  1. Tipp: Erzählen Sie!

Leiern Sie nicht Dankesbezeugungen herunter sondern picken Sie einzelne Punkte heraus und holen Sie diese Erlebnisse in die Gegenwart. Erzählen Sie ein wenig darüber. zum Beispiel:

„Manchmal wenn ich morgens schon sehr früh ins Büro gekommen bin, habe ich gesehen, dass ich nicht der einzige war. Das hat mich immer sehr gefreut, zu wissen, dass ich ein so engagiertes Team an meiner Seite habe. Ich weiß das sehr zu schätzen“ oder.

„Ich bin oft abends durch unsere Räume gegangen und habe im vielen Zimmern noch Licht gesehen. Und dann war ich jedes Mal sehr stolz, und auch sehr froh, ein so engagiertes Team an meiner Seite zu wissen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen.“

Das sind genau jene Momente, wo Sie Menschen berühren können. Zeigen Sie Emotionen, sprechen Sie Ihre Zuhörer von Mensch zu Mensch an und man wird es Ihnen danken.

 

  1. Tipp: Sprechen Sie mit warmem Ton

Ein harter stimmeinsatz schafft Klarheit, ein weicher Nähe und Vertrauen. Achten Sie daher auf Ihren Stimmklang und stellen Sie diesen auf einen warmen, tiefen, weichen Tonfall. Dann klingen Ihre Botschaften auch so, wie Sie sie verstanden haben wollen. Stimmtipps für die kalte Jahreszeit

 

  1. Tipp: Blicken Sie in die Zukunft – kurz

Auch hier gilt: Stärken Sie das Wir-Gefühl. Stärken Sie den Teamgeist, rücken Sie näher zusammen. Das ist weit wichtiger, als konkrete Strategieziele und Pläne zu verkünden. Dafür ist auch später noch Zeit. Sprechen Sie Ihrem Team mitten ins Herz und zeigen Sie: „Ich bin einer von euch“.

 

Auch hier sind Sie mit Wir-Botschaften gut beraten: „Wir werden gemeinsam…“, „Ich freue mich schon jetzt auf unser….“, „Wir alle werden…“, „Ich vertraue auf unser Team und auf jeden einzelnen von Ihnen…“

 

  1. Tipp: Der Abschluss

„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“

Das ist mein persönlicher Favorit unter den Phrasen des Grauens. Wofür bedanken Sie sich dabei eigentlich? Dass die Zuhörer nicht eingeschlafen sind, dass sie noch da und nicht laut schreiend davongelaufen sind?

Tun Sie sich das nicht an. Wenn Sie sich unbedingt bedanken wollen, dann sagen Sie ein kurzes Vielen Dank!. Besser noch: Sie enden mit einem Zitat oder kurzen Satz, der Ihre Botschaft nochmal auf den Punkt bringt.

 

Wünschen Sie Ihren Zuhörern schöne Weihnachtsfeiertag, gute Erholung und eine schöne Weihnachtsfeier. Und das war dann definitiv Ihr letzter Satz!

 

Sie merken schon: Auch in der Weihnachtszeit muss es nicht total ernst zugehen. Es darf geschmunzelt werden! Wenn Sie den Menschen ein positives Gefühl geben, ist das wohl der schönste Jahresabschluss und nicht zuletzt eine gute Voraussetzung für eine gelungene Feier.

 

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